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Aikido am USV TU Dresden e.V.

Was ist Aikido?

Aikido ist eine japanische Kampfkunst, die in der ersten Hälfte des 20. JH systematisiert und von da an ständig weiter entwickelt wurde. Aikido ist eine Synthese verschiedener Budo-Disziplinen und kultureller Einflüsse und besticht durch die seine dynamischen und konzentrischen Bewegungen.

Morihei 1918

Begründet wurde Aikido von Ueshiba Morihei (1883-1969), O Sensei („der große Lehrer”) und von seinen Schülern in vielfältigen Schulen weiterentwickelt. Das Wort Aikido setzt sich aus drei Silben zusammen. „Ai” bedeutet Liebe und Harmonie als Grundlage des Seins in unserer Welt. Es ist das Ziel dieser Kunst, dieses „Ai” zu entwickeln, zu bewahren, zu stärken wo immer es geht. Damit geht Aikido über die reine Kampfkunst weit hinaus: es geht nicht nur um die Schulung im Kampf, sondern um die grundsätzliche Haltung den Dingen, den Wesen gegenüber. „Ki” meint (die) Energie, den Urstrom, die Lebenskraft. „Do” ist der Weg, die übung, die Lehre.

Im Streben nach Harmonie ist Aikido eine integrative Sportart. Da die Techniken nicht auf Kraft ausgerichtet sind und Aikido nicht vom Wettkampf lebt, sondern nach individueller Entwicklung strebt, wird das Training und die Ausübung nicht auf Alter, Geschlecht oder Leistungsfähigkeit reduziert. Es wird betont, dass Männer, wie Frauen, egal welchen Alters und unabhängig von gesundheitlichen Einschränkungen Aikido betreiben können und jeder ist beim Training willkommen. Das Training wird auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt. Neben der Erwärmung (Aikitaiso) und den Fallübungen (Ukemi) stehen spezielle Halte-, Hebel-, Wurf- und Atemkrafttechniken im Mittelpunkt.

Trotz dem Streben nach Harmonie wird Aikido als effektive Kampfkunst verstanden, d.h. sie ist auf die Wirksamkeit aller Techniken ausgerichtet. Damit kann Aikido eine wirksame Selbstverteidigung darstellen.

Im Training wir im (Zweier-) Team trainiert. Es gibt aber auch übungsformen in denen Einer von mehreren Gegnern angegriffen wird. Aikido beinhaltet waffenlose Techniken, aber auch Verteidigung mit/gegen Schwert (Bokken), Stock (Jo) und Messer (Tanto). Diese werden in speziellen übungsstunden auch gesondert gefördert (Kenjutsu, Jojutsu, Iaido).

Das Training im USV TU Dresden

Im USV TU Dresden üben wir uns an einem Aikido, welches gleichermaßen vom französischen Aikikai-Stil Sensei Christian Tessiers wie vom Ki-Aikido Sensei Toheis inspiriert ist. Bis zum Jahr 2008 waren wir im Tao Ryu Aikido (von Sensei Roland Stock entwickelt) eingeordnet. Diese Richtung ähnelt in den Prüfungen bis zum 1. Dan (schwarzen Gurt) stark dem Stil Tessiers. Seit 2008 versuchen wir mehr in Richtung des Tessier-Stils zu gehen und konnten dafür eine Kooperation mit Jean-Marie Milleville und seinem berliner Dojo am Südstern eingehen. Das Training zeichnet sich heute durch eine Offenheit für andere Aikido-Stile und auch Kampfsportarten aus. Daher freuen wir uns immer sehr über Trainierende anderer Aikidoschulen und Budosportarten. Wir vertreten die Philosophie, dass verschiedene Schulen und Blickrichtungen auf die Kampfkunst eine Bereicherung für unser Training darstellen.

Aikido ist ein Weg fürs Leben. Diese Kampfkunst arbeitet mit Körper und Geist auf ein individuelles (stabiles) Selbstverständnis hin.



Regeln im Dojo